Atemschutzlehrgang erfolgreich abgeschlossen!

von Mrz 24, 2016Ausbildung

Teil der Ausbildung zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann ist auch die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung, welcher bei den klassischen Einsätzen der Feuerwehr, nämlich der Brandbekämpfung, zum Einsatz kommt. Aber auch bei Einsätzen der Technischen Hilfe, z.B. bei verunglückten Gefahrguttransporten, ist der Einsatz von umluftunabhängigen Atemschutz unerlässlich um die Kolleginnen und Kollegen vor den möglichen Gefahren an der Einsatzstelle zu schützen.

Zwei unserer jüngsten Mitglieder, Corinna Schreiber und Robin Zimmermann, haben nun erfolgreich diesen Teil Ihrer Ausbildung abgeschlossen!

Atemschutzgrundausbildung

Die Atemschutzgrundausbildung wird bei der Feuerwehr Roetgen gemeinsam mit den Kollegen der Feuerwehr Stolberg durchgeführt. Auf diese Weise kann man effizientere Ausbildungsgruppen zusammenstellen sowie die Aufgabe der Ausbilder auf zwei Wehren verteilen. In diesem Jahrgang nahmen insgesamt 18 junge Kolleginnen und Kollegen am Lehrgang teil.

Es galt an insgesamt sechs Lehrgangstagen die theoretischen und praktischen Kenntnisse für den Atemschutzeinsatz zu erlernen. Insbesondere der theoretische Teil sowie die Eingewöhnungsübungen für das zunächst ungewohnte Atemschutzgerät fanden dabei in Stolberg auf der Hauptwache statt. Zwei weitere Tage verbrachte man dann im Katastrophenschutzzentrum des Kreises in Simmerath. Hier konnte unter realistischen Rahmenbedingungen der Atemschutzeinsatz erprobt werden. Die dortige Atemschutzübungsstrecke sowie der ehemalige Schlauchturm, welcher mittlerweile zur Übungsanlage umgebaut wurde, ermöglichten den Kolleginnen und Kollegen eine realitätsnahe Übungsumgebung.

 

Abschließend wurde am letzten Tag der Ausbildung ein gesamter Tag auf der Feuerwache Nord der Berufsfeuerwehr Aachen verbracht. Dort konnte man die Feuerlöschübungsanlage sowie den Realbrand-Container nutzen. In der Feuerlöschübungsanlage können verschiedene Arten von Bränden simuliert werden. Durch steuerbare Gasflammen wird mit richtigen Flammen zum Beispiel der Brand einer Küche, eines Schlafzimmers oder eine Gasflasche simuliert. Durch installierte Sensoren kann das Löschverhalten der vorgehenden Trupps analysiert werden. Hierbei ist die richtige Strahlrohrführung für den Löscherfolg verantwortlich. Dies kann durch den Ausbilder in der Steuerzentrale mit einem Erlöschen des Brandes quittiert werden.

Im „Flash-Over-Container“ wird hingegen ein reguläres Feuer mittels Holzpaletten, Platten etc. entfacht. Dieses erlaubt es, die Brandentwicklung, von der Entstehung bis zum Vollbrand, zu verfolgen und zu beobachten. Hierbei sorgt insbesondere die Geschwindigkeit der Brandentwicklung als auch die entstehende Rauchentwicklung immer wieder für einen „Aha-Effekt“ bei jungen Kolleginnen und Kollegen. Weiterhin sorgt die realistische Temperaturentwicklung bereits während der Ausbildung für einen Lerneffekt bei den Lehrgangsteilnehmern. Denn trotz der umfangreichen Schutzausrüstung ist und bleibt ein Feuer sehr heiß und man sollte diesem mit dem nötigen Respekt entgegentreten.

Max Nüßler

Gemeindebrandinspektor und Webmaster

Als freiwilliger Feuerwehrmann bin ich bei der Löschgruppe Rott tätig. Dort habe ich den Dienstgrad eines Gemeindebrandinspektors inne und bin somit in der Gruppenführung der Löschgruppe sowie der Führungsgruppe der FF Roetgen tätig. Zudem bin ich der Webmaster der Webseite der Löschgruppe Rott.

Weiterhin bin ich als Berufsfeuerwehrmann Teil der Berufsfeuerwehr Aachen. Ich bin dort als Einsatzleiter verantwortlich für die Führung des Teams an Einsatzstellen sowie in meiner Bürotätigkeit unter anderem für die Einsatzplanung zuständig.

Weiterhin arbeite ich an meinem Youtube-Kanal und meiner Webseite mit den Inhalten Feuerwehr, Drohnenflug und Film.